Studiengang Hörakustik an der FH-Lübeck erhält
Laborversuch für IndukTive Höranlagen
Drei Hörakustik-Studenten an der Fachhochschule Lübeck haben im Rahmen einer Projektarbeit einen Laboraufbau über IndukTive Höranlagen entwickelt, der in den kommenden Jahren den Studenten das Aneignen dieses Themas vereinfachen soll. Sie haben dazu eine maßstäblich verkleinerte IndukTive Höranlage aufgebaut. Mit einem Mess-Empfänger kann man sowohl den Gesamtpegel als auch den Frequenzgang der Signalübertragung innerhalb, über und außerhalb der Schleife messen. Ein Kopfhörer steht zur Verfügung, um sich das Signal auch anzuhören und um damit auch einen subjektiven Eindruck von der Qualität der Sprach- und Musikübertragung zu erhalten.
An der Fachhochschule Lübeck wird in Zusammenarbeit mit der Akademie für Hörgeräteakustik (aha) ein Bachelor-Studiengang „Hörakustik“ angeboten. Im Rahmen dieser Ausbildung müssen die Studenten nicht nur ein Praktikum von mindestens 10 Wochen Dauer absolvieren und zum Abschluss ihre Bachelor-Arbeit schreiben, sondern im 5. Semester haben sie studienbegleitend eine Projektarbeit zu erstellen. Hier arbeiten jeweils zwei oder drei Studenten in einer kleinen Gruppe zusammen, müssen sich ein fachliches Thema selbst aneignen, darüber eine schriftliche Arbeit verfassen und gegen Ende des Semesters darüber berichten.
Judith Köppe, Claudia Pischel und Andreas Illing haben im Wintersemester 2008/2009 diesen Laboraufbau nach einer Idee von Dipl.-Ing. Carsten Ruhe, dem Leiter des DSB-Referates „Barrierefreies Planen und Bauen“, entwickelt, gebaut, vermessen und eine Versuchsbeschreibung verfasst. Ruhe und Prof. Jürgen Tchorz von der Fachhochschule Lübeck haben die Studenten auch während ihrer Arbeit an dem Projekt betreut und bis zur Vorstellung der Arbeit in einem Kolloquium am 26. Januar 2009 begleitet.
Die Grundplatte, auf der die IndukTive Höranlage aufgebaut wird, enthält vorgegebene unterschiedlich geformte Schlitze. Darin kann das Schleifenkabel einmal außen herum umlaufend (als sogenannte Perimeterschleife) oder es kann 8-förmig verlegt werden und schließlich kann man auch die (falsche) Verlegung als sogenannte Kammschleife ausprobieren. Die Studenten erhalten dann die Aufgabe, die Feldstärkeverteilung auf der Modell-Zuhörerfläche in zwei verschiedenen Ebenen zu messen und zu skizzieren. Sie können damit die unterschiedlichen Wirkungen der verschiedenen Schleifenformen sehr gut erkennen. Jetzt sollen die ersten Einsätze in Laborversuchen des nächst jüngeren Semesters folgen.
DSB-Referat BPB
Dipl.-Ing. Carsten Ruhe
2009-01-31

Claudia Pischel (mit dem Messempfänger), Judith Köppe und Andreas Illing (mit der Versuchs-Platte) sowie Prof. Jürgen Tchorz vor der FH-Lübeck
